Ein Stück Geschichte aus Frankenhaag



Das Schloss Frankenhaag

Bereits im Jahre 1386 wurde Frankenhaag erstmals, im Zusammenhang mit der Besitznahme eines Hofes durch den Adeligen Potzlinger, urkundlich erwähnt. Die Adelsfamilien derer von Haynold und derer von Lüschwitz, wohnten auf dem Schloß Frankenhaag, welches auch heute noch als dominantes Bauwerk dem Ort ein prägendes Bild verleiht.


Ab 1723 war Schloß Frankenhaag im bürgerlichen Besitz und wurde unter Leitung mehrer Wirtsfamilien aus Bayreuth als beliebtes Naherholungsziel, am Tor zur Fränkischen Schweiz, bekannt. 1904 kaufte die Familie Wagner aus Glashütten das Gebäude und setze die Wirtshaustradition als Pension, Tanzlokal, Gasthaus und Kolonialwarengeschäft fort. Auch ein Friseurgeschäft befand sich darin. 1977 wurde die Gaststätte geschlossen und das Schloß diente nur noch zu Wohnzwecken 1994 erwarb die Familie des Malers Robert Siebenhaar das Schloß Frankenhaag. Nach einer gründlichen, aufwendigen und intensiven Sanierung steht es ab Sommer 2001 wieder für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Kunst- und Theateraufführungen zur Verfügung. Die Zurückversetzung in den ehemaligen Bauzustand mit noch erhaltenen Stuckdecken sowie einem neu angelegten Barockgarten schaffen dafür optimale Voraussetzungen, in angenehmer Atmosphäre.


Volksschule Frankenhaag

Laut Pfarrakte vom Jahre 1705 muß in Frankenhaag schon damals eine Winkelschule bestanden haben. Zur Errichtung einer reguläre Schule, welche in den größten Bauernstuben rundum gehalten wurde, kam es erst im Jahre 1812. Fünfzehn Jahre später wurde das jetzige Schulgebäude einstöckig errichtet und später 1885 ein komplettes Stockwerk aufgesetzt. 1932 mußte ein 60 qm großer Schulsaal nach Westen an-, sowie eine Lehrerdienstwohnung umgebaut werden. Die Schule wurde von den Kindern aus der ehemaligen Gemeinde Frankenhaag, Geislareuth, Göritzen und der Eschenmühle besucht. Das Schuljahr 1970/71 brachte die endgültige Auflösung der Frankenhaager Volksschule. Die Ortsteile ringsum wurden bereits ab 1967 mit Schulbussen angefahren und in die größeren Schulkörper Mistelgau, Glashütten, und Pittersdorf gebracht. Die alte Schule, in der die Kinder noch erzogen wurden, sich selbst gegenseitig weiterhalfen, noch der ganze Mensch gebildet, Theater gespielt und gesungen wurde, ist der Zeit und dem Fortschritt zum Opfer gefallen.


Eisenbahnlinie Bayreuth - Hollfeld

Am 5. März 1904 wurde die Eisenbahnlinie Bayreuth - Hollfeld für den Verkehr freigegeben. Bei km 17,3 befand sich auf dem halben Weg der Haltepunkt "Frankenhaag". Der von Berufstätigen und Schülern stark beanspruchte Verkehrsweg wurde im September 1975 endgültig stillgelegt und rückgebaut. Heute dient die damalige Schienentrasse teilweise für den Radweg Bth - Hollfeld. Besonders in Erzählungen der "Alten" tauchen immer wieder die Begriffe 6er-Zug, 7er-Zug etc. auf, wobei sich die Durchfahrzeiten der Züge dahinter verbergen, und den Feldarbeitern signalisierte, daß es an der Zeit sei, nach Hause zu gehen und das Vieh zu versorgen.


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